Notarzte

Notarztdienst

Der Notarztdienst an den ALB-FILS-Kliniken versorgt die Bevölkerung des Landkreises Göppingen bei ernsten und lebensbedrohlichen akuten Erkrankungen und Unfällen.

Unsere Notarztdienste arbeiten im Rendezvous-System, d.h., Notarzt und Rettungsassistent erreichen den Patienten mit einem schnellen  Notarzteinsatzfahrzeug, der Rettungswagen zum Transport des Patienten erreicht den Notfallort unabhängig.

Zum Einsatz kommen Ärzte der Klinik am Eichert (Anästhesiologie, Medizinischen Kliniken und Unfallchirurgischer Klinik) unter Leitung von Prof. Dr. Fischer und Ärzte der Helfenstein Klinik (Anästhesie und Medizinischer Klinik) unter Leitung von Dr. Schlittenhardt.

Die eingesetzten Ärzte haben sich einer speziellen internen und externen Weiterbildung in der Notfallmedizin unterzogen. Alle teilnehmenden Ärzte verfügen über mindesten 24 Monate klinische Erfahrung und nach einer Prüfung bei der Landesärztekammer über die Zusatzbezeichnung Notfallmedizin. Darüber hinaus werden mehr als 70% der Einsätze von Fachärzten abgewickelt, die über langjährige klinische und intensivmedizinische Erfahrung verfügen.

Besonders erfahrene Notärzte, welche eine Zusatzqualifikation zum Leitenden Notarzt absolviert haben und vom Landkreis in die Funktion des Leitenden Notarztes berufen wurden, stehen der Bevölkerung bei besonders schweren Schadensfällen zusätzlich zur Verfügung. Damit leisten die Notärzte der ALB-FILS-Kliniken einen überaus wichtigen Beitrag zur  notfallmedizinischen Versorgung der Bevölkerung im Landkreis Göppingen.

Im Jahr 2011 konnte die Hilfsfrist für Rettungswagen und Notarzt durch schrittweise Verbesserungen der Abläufe weiter optimiert werden.

Die exzellente notfallmedizinische Betreuung der Bevölkerung des Landkreises Göppingen zeigt sich in den verschiedenen Projekten der Qualitätssicherung die z.T. durch Ärzte der Kliniken entwickelt wurden und an denen die Kliniken des Landkreises und der Notarzt- und Rettungsdienst teilnehmen.

Die Versorgungsqualität für schwerverletzte Patienten wird im Traumaregister der Gesellschaft für Unfallchirurgie untersucht. Die Klinik am Eichert ist seit vielen Jahren aktiver Teilnehmer. Es zeigt sich, dass die Sterblichkeit nach Polytrauma in unserem Verantwortungsbereich deutlich niedriger ist als in vergleichbaren Landkreisen. In 2011 erfolgte die Zertifizierung der Klinik am Eichert als „Regionales Traumazentrum“.

Die häufigste Todesursache in Deutschland sind weiterhin kardiovaskuläre Ereignisse, insbesondere der akute Myokardinfarkt und der „plötzliche Herztod“. Die Versorgungsqualität für diese Krankheitsbilder wird durch die Teilnahme an den Projekten FITT-STEMI und dem Deutschen Reanimationsregister kontinuierlich verbessert. Entsprechend der Vorgabe „time is muscle“ konnte die Zeitspanne zwischen Erstkontakt zum Patienten mit Herzinfarkt bis zur lebensrettenden Ballondilatation des Herzkranzgefäßes in 2011 weiter verkürzt werden (verantwortlich Prof. Dr. Stephen Schröder, Kardiologie, Prof. Dr. Matthias Fischer und Dr. Sven Augenstein, Anästhesiologie ).

Die Überlebensrate nach plötzlichem Herztod ist in unserem Versorgungsbereich – in den Grenzen der gesetzlichen Hilfsfrist – entsprechend der Analysen des Deutschen Reanimationsregisters weit überdurchschnittlich. Dieses Register ist durch Prof. Dr. Fischer, Dr. Messelken und weitere engagierte Mitarbeiter in den letzten Jahren entwickelt worden und mittlerweile ein anerkanntes Werkzeug zum notärztlichen Qualitätsmanagement in Deutschland geworden.
 
Diese sehr erfreulichen Ergebnisse sind der hervorragenden Arbeit der hoch engagierten Teams im Notarzt- und Rettungsdienst Göppingen sowie in den Kliniken des Landkreises zu verdanken. 

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